Adolfs Aquarium

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Adolfs erstes Aquarium, ein 80 cm Becken mit 100 l.

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Adolf tritt in den Gammertinger Fischlesverein ein.

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Adolfs zweites Aquarium, ein 100 cm Becken mit 140 l .

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Neue Couchgarnitur im Wohnzimmer, das Aquarium hat keinen Platz mehr und wird abgebaut. Außerdem ist das Interesse deutlich gesunken.

November '99
Nach vielen Jahren Ruhepause und vielem Nachdenken über einen Neuanfang können wir das immer noch aktive Aquariumvereinsmitglied überzeugen (nicht überreden!) nach unserem wiedererwachten Interesse durch Oma (siehe Oma Frieda), ein neues Aquarium anzuschaffen; und auch ein guter Platz im Wohnzimmer ist plötzlich gefunden.
Problem: Nussbaumunterschrank ist für Evi Bedingung (passend zur Wohnzimmereinrichtung), aber wo bekommt man so etwas zu einem akzeptablen Preis?

Dezember '99
Nach langer Suche gelingt es uns jedoch einen Nussbaumschrank aufzutreiben. Das alte Auarium war von der Zeit im Keller doch sehr gezeichnet (Kratzer, Abdeckung fehlte,...) und so wurde beschlossen ganz neu anzufangen. Nußbaumunterschrank, 200 l Becken, Eheim Außenfilter mit Schlauchschnellverschluss, Abdeckung, Heizer, Kies vom Baustoffhandel, Steine vom Steinmetz, Pflanzen vom Auqariumverein und von Oma Friedas Becken und jede Menge Unternehmensgeist.

Januar 2000
Bereits nach knapp 2 Wochen (Evi will Fische schwimmen sehen) gehen wir in mehreren Etappen auf Fischkauf: 2 Pärchen Purpurs (eins davon ist für Oma Frieda vorgesehen), ein Pärchen Burundis, ein Schwarm Rote von Rio (15), 5 Kupfersalmler, 5 Prachtschmerlen, ein Feuerschwanz, 7 Putzer aus unserer privaten Quelle.
Bei den Purpurs dominiert ein Pärchen und jagt das andere erbarmungslos. Wir kommen aber erst in 2 Wochen zu Oma Frieda und versuchen es mit dem Quarantänebecken, aber nun jagt das Männchen das Weibchen und überlebt nicht. Das Männchen schafft es jedoch und entwickelt sich bei Oma super. Das Pärchen im Becken und die Burundis verstehen sich ganz gut, wenn sie sich nicht zu nahe kommen! Aufgrund seines dominanten Verhaltens nennen wir das Purpurmännchen kurzerhand Helmut und sein Weibchen heißt dann notgedrungen Hannelore. Die ersten Fische sind getauft. Da auch die Burundis sehr auffällig sind, bekommen auch sie Namen (man kann sich dann einfach besser über sie unterhalten). Aufgrund ihrer majestätischen Bezeichnung "Prinzessin von Burundi" und ihres Aussehens (Lange schmale Flossen) wie Figuren aus 1000 und einer Nacht nennen wir sie Ali und Fatima. Adolf hat lang kein so großes Glück wie Frieda bei den Pflanzen (wachsen schlecht, Algen). Wir denken dass es auch daran liegt, das Adolf den angereicherten Bodengrund nicht hat. Erste Erfolge zeichnen sich aber ab, als er mit Schwarzwasserextrakt (Algumin, Fachhandel) nachhilft. Die Algen gehen zurück und die Pflanzen wachsen etwas besser.

Februar 2000
Wir haben kein Glück mit den Schmerlen. Selbst nach dem Nachkauf von 2 weiteren Schmerlen sind jetzt insgesamt nur noch 2 Schmerlen übrig, diese sind jedoch putzmunter und sehr aktiv. Adolf legt sich noch einen Schwarm Sumatrabarben zu, ein wahrer Glücksgriff. (Er wird der Lieblingsfisch von allen.) Man kann den Sumatras stundenlang zuschauen, da sie super lebhaft und neugierig sind aber stets als Schwarm schwimmen. Unser Feuerschwanz wächst prima und wird immer schöner (weiße Flossenspitzen, knallrote Schwanzflosse, tiefschwarzer Körper). Wir bringen Adolf ein Pärchen Schmetterlingsbuntbarsche und 3 Leopardpanzerwels mit. Die Schmetterlinge werden jedoch von den Burundis gejagt und finden bei Rolf Asyl. Den Panzerwelsen geht es gut Die Pflanzen wollen einfach nicht und Adolf beschließt, nach der Bauanleitung aus einer Aquarianerzeitschrift eine eigene CO2 -Anlage zu bauen. Der Erfolg ist umwerfend. Bereits nach einem Tag fängt das CO2 an zu blubbern und bereits nach einer Woche nahm der Pflanzenwuchs derart sprunghaft zu, dass er nun alle paar Wochen die Pflanzen ordentlich Stutzen muss. Auch die Algen sind seither kein Problem mehr (obwohl ein Aquarium natürlich nie algenfrei ist).

März 2000
Erster Nachwuchs bei den Purpurs. Die Eltern opfern sich erbarmungslos auf im Kampf gegen die Burundis und die Sumatras. Als die Jungen nach 2-3 Wochen jedoch immer unternehmungslustiger werden, können sie die Jungen nicht mehr zusammenhalten und es werden täglich weniger, bis alle verschwunden sind. Erste Eiablage bei den Burundis. Aber nach 2 Tagen sind sie wieder verschwunden (vermutlich nächtliche Aktion der Putzer). Wir kaufen Adolf einen Schwarm Neons (15 Stück) und ein neues Weibchen für Omas Purpur, haben jedoch kein Glück. Die Neons gehen alle ein und das Purpurweibchen bringen wir auch nur krank zu Frieda, wo es dann stirbt, da es gejagt wird. (siehe Oma Frieda)

April 2000
Erneut Nachwuchs bei Helmut und Hannelore. Nach ein paar Tagen beginnt nun Helmut Hannelore zu jagen (wir wissen nicht warum). Außerdem fangen wir mit dem Netz ein paar Junge und versuchen sie im Aufzuchtbecken großzuziehen, da wir es Helmut nicht zutrauen, neben seiner Jagerei auch für die Jungen zu sorgen. Aber weder die gefangenen, noch die freien Babys überleben. Nachdem die Jungen weg sind, geht es Hannelore wieder besser, aber sie wird nicht mehr ganz gesund (fängt manchmal an zu taumeln, leichtes Glotzauge).
Hannelore läßt sich jedoch nicht unterkriegen und es gibt zum dritten mal Nachwuchs. Nach 1 Woche fangen wir die Hälfte raus und lassen Sie im Netz schwimmen. (Dreck und nicht gefressenes Futter kann durchfliegen) Hannelore kämpft einen verbitterten Kampf gegen ihre Krankheiten und muss am Schluss, trotz Intensivpflege im Quarantänebecken, kapitulieren. Helmut macht sich prächtig als alleinerziehender Vater, aber verliert ebenfalls gegen die nächtlichen Gefahren. Als "seine" Jungen weg sind beschützt er aufopferungsvoll die Jungen im Netz gegen alles, was dem Netz zu nahe kommt. Wir bekommen 15 Junge durch!

Mai 2000
Ein Arbeitskollege und Aquariumsvereinmitglied gibt sein Aquarium auf (400l Becken) und Adolf erbt seine ganzen Fische. Wir teilen sie auf Rolfs und Adolfs Becken auf. In Adolfs Becken kommt ein riesiger Schwarm Rote Neons (ca. 50 Stück), ein Schwarm Kirschflecksalmler (ca. 10 Stück) die sich nach anfänglicher Krankheit (Flossenfäule durch den Umsiedelstress) gut erholen, 5 Zitronensalmler, 3 Panzerwelse (davon ein Albino), 2 große Schmerlen (ca.12cm). Die neuen Schmerlen verstecken sich jedoch nur und bereits nach ein paar Tagen geht eine ein. Die andere lebt, aber kommt nicht aus ihrem Versteck. Unsere 2 kleinen Schmerlen sind jedoch auch gewachsen (ca. 5cm) und sind nach wie vor super lebhaft.

Juli 2000
Die Babys sind groß geworden (ca. 2cm), und wir beschließen, sie nach Omas guten Erfahrungen mit Babys im Becken freizulassen. Die Hälfte der Jungen bekommt Rolf, die andere Hälfte behält Adolf. Der Versuch gelingt. Sie überleben im Becken.

Aktueller Stand bei Adolf, Juli 2000:
1 Purpurprachtbarsch (Helmut)
1 Pärchen Burundis (Ali und Fatima)
3 Prachtschmerlen
6 Panzerwelse
5 Putzer (Blauer Antennenwels)
1 Feuerschwanz
10 Sumatrabarben
50 (ca.) Rote Neons
10 Kirschflecksalmler
4 Kupfersalmler
5 Rote von Rio
4 Zitronensalmler
9 halbstarke Purpurs (eigene Nachzucht)
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90 Fische

Uns ist klar, dass das Becken z.Z. absolut übersetzt ist.

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